Von David Beck
Psychologe · zuletzt geprüft Juni 2026
Was die Forschung zeigt
Studien zeigen, dass 50–70 % der autistischen Erwachsenen Kriterien für ADHS erfüllen und umgekehrt 20–50 % der ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen eine unerkannte Autismus-Komponente haben. Die Komorbidität ist die Regel, nicht die Ausnahme.
Bis 2013 (DSM-5) durfte laut Diagnosesystem Autismus und ADHS nicht gleichzeitig vergeben werden. Dieses Verbot war faktisch falsch und wurde aufgehoben. Viele Erwachsene tragen daher noch heute eine veraltete Einzeldiagnose.
Wie AuDHD sich zeigt
Das Zusammentreffen erzeugt Widersprüche, die verwirrend sind – für Betroffene und Kliniker:
Das Ergebnis: Betroffene erscheinen widersprüchlich, keine Kategorie passt ganz. Das führt oft dazu, dass beide Diagnosen übersehen werden.
Warum AuDHD oft spät erkannt wird
- →Bis 2013 war die gleichzeitige Vergabe beider Diagnosen nicht erlaubt
- →Symptome können sich gegenseitig verschleiern oder überlagern
- →Kliniker, die auf eine Diagnose fokussiert sind, übersehen die andere
- →Frauen mit AuDHD sind noch stärker von Spätdiagnosen betroffen
- →Kompensationsmechanismen (Intelligenz, Masking) verbergen beide Profile
Diagnostik bei AuDHD
Eine gute AuDHD-Diagnostik bewertet beide Bereiche gleichzeitig und getrennt voneinander. Das setzt Erfahrung mit beiden Störungsbildern voraus.
Für ADHS-Diagnostik allein verweise ich auf mein Schwester-Angebot test-adhs.de – dort finden Sie dieselbe methodische Sorgfalt speziell für ADHS.
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